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N° 4256
ATEA 2.0 - Architektonische Visualisierung eines innovativen Wohnhochhauses begrünten Terrassen und polygonaler Formgebung bei Sonnenuntergang.“

ATEA 2.0

ATEA 2.0 — Ein Entwurf für die Stadt von Morgen

Der Ent­wurf zeigt, wie inner­städ­ti­scher Wohn­raum neu ent­ste­hen kann: dich­ter, viel­fäl­ti­ger und gleich­zei­tig mit hoher Auf­ent­halts­qua­li­tät. An der Wagen­feld­stra­ße / Müns­ter­stra­ße in Bocholt – in unmit­tel­ba­rer Nähe zur West­fä­li­schen Hoch­schu­le – ent­wi­ckelt die Visi­on ein Pro­jekt, das Wachs­tum nicht als Belas­tung ver­steht, son­dern als Chan­ce, Stadt neu zu ord­nen und neu zu bele­ben.

Maßstab für zukünftige Stadtentwicklung

Im Mit­tel­punkt steht ein dif­fe­ren­zier­ter Woh­nungs­mix: geför­der­ter Wohn­raum, Fami­li­en- und Stu­den­ten­woh­nun­gen sowie geho­be­ne Eigen­tums­woh­nun­gen. Hier sol­len unter­schied­li­che Lebens­ent­wür­fe, Gene­ra­tio­nen und Ein­kom­mens­grup­pen zusam­men­kom­men – nicht neben­ein­an­der, son­dern in einem gemein­sa­men urba­nen Gefü­ge. Viel­falt wird nicht addiert, son­dern als räum­li­che und sozia­le Qua­li­tät zum Leit­mo­tiv der Pla­nung.

Aus­ge­hend vom bestehen­den neun­ge­schos­si­gen Gebäu­de setzt ATEA 2.0 kon­se­quent auf Trans­for­ma­ti­on im Bestand. Statt Abriss rückt das Wei­ter­bau­en in den Fokus. Durch geziel­ten Rück­bau, die Ent­fer­nung des bestehen­den Staf­fel­ge­schos­ses und eine prä­zi­se ent­wi­ckel­te Auf­sto­ckung wächst das Gebäu­de von zehn auf 16 Geschos­se. Die Wohn­flä­che steigt von rund 2.300 auf etwa 8.200 Qua­drat­me­ter. Vor­ge­se­hen sind 96 Wohn­ein­hei­ten sowie eine Gewer­be­flä­che im Erd­ge­schoss. Der Ent­wurf macht sicht­bar, wel­ches Poten­zi­al in bestehen­den Struk­tu­ren liegt – wenn man bereit ist, sie kon­se­quent neu zu inter­pre­tie­ren.

Städ­te­bau­lich erzeugt die neue Figur eine kla­re Prä­senz, ohne mono­li­thisch zu wir­ken. Staf­fe­lun­gen, Rück­sprün­ge und geziel­te Ver­dre­hun­gen bre­chen die typi­sche Schwe­re klas­si­scher Hoch­häu­ser auf und schaf­fen eine dyna­mi­sche Sil­hou­et­te. Je nach Blick­win­kel ver­än­dert das Gebäu­de sein Erschei­nungs­bild, öff­net sich zur Land­schaft und reagiert dif­fe­ren­ziert auf sein Umfeld. Die Abstaf­fe­lung nach Süden sorgt für Licht, Luft und räum­li­che Groß­zü­gig­keit – im Gebäu­de und im Quar­tier.

Grün- und Freiraum als Strukturprinzip

Ein wesent­li­cher Bau­stein ist das Grün- und Frei­raum­kon­zept. Eine Park­an­la­ge auf dem Grund­stück bil­det das grü­ne Zen­trum des Pro­jekts. Fas­sa­den­be­grü­nung mit Bäu­men und Stau­den führt die­se Qua­li­tät ver­ti­kal wei­ter und macht das Gebäu­de selbst zum Lebens­raum. Bio­di­ver­si­tät, Arten- und Insek­ten­schutz sind nicht nur mit­ge­dacht, son­dern inte­gra­ler Bestand­teil des archi­tek­to­ni­schen Aus­drucks. Regen­was­ser­ma­nage­ment sowie Dach- und Fas­sa­den­be­grü­nung stär­ken den Ansatz zusätz­lich und schaf­fen ein spür­bar ver­bes­ser­tes Mikro­kli­ma.

Fassade, Komfort und energie

Auch die Gebäu­de­hül­le ist als Zukunfts­bau­stein kon­zi­piert: Zwei Fas­sa­de­nebe­nen ver­bes­sern den Lärm- und Son­nen­schutz und erhö­hen die Wohn­qua­li­tät. Eine Loch­blech­fas­sa­de über­nimmt den Vogel­schutz und wird zugleich zu einem prä­gen­den Gestal­tungs­ele­ment. Die Far­big­keit nimmt Bezug auf die rote Zie­gel­ar­chi­tek­tur der Regi­on, wird jedoch zeit­ge­mäß über eine Metall­fas­sa­de über­setzt. Pho­to­vol­ta­ik­flä­chen ergän­zen das nach­hal­ti­ge Gesamt­kon­zept und machen das Gebäu­de zu einem akti­ven Bau­stein der Ener­gie­wen­de.

ATEA 2.0 ist mehr als eine bau­li­che Idee. Es ist ein star­kes Bild davon, wie Stadt in Zukunft aus­se­hen kann: viel­fäl­tig, grün, dicht und den­noch offen. Ein Ent­wurf, der zeigt, dass Nach­ver­dich­tung nicht Ver­zicht bedeu­tet, son­dern neue Qua­li­tät schaf­fen kann – für Bocholt und weit dar­über hin­aus.

ATEA 2.0 - Visualisierung eines modernen Wohnhochhauses mit terrassierten Baukörpern. Das Gebäude steht an einer Kreuzung, umgeben von herbstlicher Natur und städtischem Umfeld.
Wo
Bocholt
Was
Neu­bau Mehr­fa­mi­li­en­haus
Wir
Wir betreu­en das Pro­jekt in LPH 1
Wann
2025
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