Am Rosenberg in Bocholt verbindet STUDIO S Architekten ein denkmalgeschütztes Kötterhaus mit zeitgenössischer Wohnarchitektur. Ein sensibel geplanter Neubau fügt sich zwischen den alten Baumbestand ein und schafft gemeinsam mit dem historischen Gebäude ein außergewöhnliches Ensemble aus Architektur, Natur und Geschichte.
Am Rosenberg in Bocholt entsteht ein besonderes Wohnensemble, bei dem historische Bausubstanz, zeitgenössische Architektur und ein wertvoller alter Baumbestand zusammengeführt werden. STUDIO S Architekten plant die behutsame Umnutzung und Sanierung des denkmalgeschützten Kötterhauses sowie ein neues, freistehendes Einfamilienhaus mit Wellnessbereich, Carport und Nebenanlagen.
Ziel unseres Entwurfs ist es, das historische Gebäude dauerhaft zu erhalten und gleichzeitig eine neue architektonische Ebene hinzuzufügen. Nicht durch eine Nachahmung des Bestands, sondern durch einen bewusst eigenständigen Neubau, der sensibel auf den besonderen Ort reagiert.
Das denkmalgeschützte Kötterhaus stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts und gehört als ältestes bekanntes Wohnhaus, zu den bedeutenden historischen Gebäuden Bocholts. Nach unterschiedlichen Nutzungen und einer längeren Phase des Leerstands erhält das Gebäude mit der geplanten Umnutzung wieder eine dauerhafte Wohnfunktion.
Der Bestand bleibt dabei in seiner charakteristischen Erscheinung weitgehend erhalten. Die Planung konzentriert sich auf gezielte Eingriffe im Inneren sowie einzelne neue Fenster- und Dachöffnungen. Historische Elemente werden berücksichtigt und vorhandene Strukturen wieder stärker räumlich erlebbar gemacht. Im Inneren entsteht daraus ein hochwertiges, zeitgemäßes Wohnkonzept.
Dem historischen Kötterhaus stellen wir bewusst keine zweite traditionelle Architektur gegenüber. Der Neubau wird als leichter, eingeschossiger und überwiegend transparenter Baukörper entwickelt. Holz- und Glasfassaden sowie ein begrüntes Flachdach prägen seine Erscheinung.
Seine organische Geometrie ist eine direkte Reaktion auf den Ort. Statt das Grundstück für das neue Gebäude freizuräumen, entwickelt sich die Architektur zwischen dem vorhandenen Baumbestand. Die prägenden Eichen werden Teil des räumlichen Konzeptes. Gleichzeitig hält die Positionierung des Neubaus eine wichtige Sichtachse auf das historische Kötterhaus frei.
Alt und Neu bleiben dadurch klar ablesbar, treten aber bewusst miteinander in Beziehung.
Eine zentrale Aufgabe der Planung ist der Schutz des vorhandenen Baum- und Vegetationsbestands. Der überwiegende Teil der Bäume bleibt erhalten und wird unmittelbar in das architektonische und landschaftliche Konzept einbezogen.
Auch konstruktiv reagiert die Planung darauf. Teilbereiche des Neubaus werden aufgeständert und punktuell über Schraubfundamente gegründet. Dadurch lassen sich großflächige Erdarbeiten, Bodenversiegelungen und Eingriffe in sensible Wurzelbereiche gegenüber einer konventionellen Gründung deutlich reduzieren.
Die Freianlagen führen diesen Ansatz weiter. Wasserdurchlässige Oberflächen, Kieswege, Naturstein, Rasenflächen sowie Stauden‑, Gräser- und Strauchpflanzungen verbinden Bestand und Neubau zu einem gemeinsamen Gartenraum.
Eine Besonderheit des Projekts liegt auch in den planungsrechtlichen Rahmenbedingungen. Das Grundstück ist im bestehenden Bebauungsplan bislang als Gemeinbedarfsfläche für eine Kindertagesstätte beziehungsweise einen Kindergarten ausgewiesen. Die geplante Wohnnutzung weicht damit von der bisherigen Festsetzung ab.
Durch die neuen gesetzlichen Möglichkeiten zur Beschleunigung des Wohnungsbaus konnte für das Projekt eine alternative planungsrechtliche Grundlage geprüft werden. Der Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr der Stadt Bocholt hat dem Vorhaben im September 2026 einstimmig zugestimmt.
Damit eröffnet sich die Perspektive, einen lange ungenutzten historischen Ort dauerhaft zu erhalten und mit einer neuen Nutzung weiterzuentwickeln.
Für uns als Architekt in Bocholt liegt die besondere Qualität dieses Projekts im Zusammenspiel unterschiedlicher Anforderungen. Denkmalschutz, anspruchsvolles Wohnen, alter Baumbestand, Artenschutz und zeitgenössische Architektur werden nicht isoliert betrachtet, sondern zu einem Gesamtkonzept verbunden.
Das Kötterhaus bleibt der historische Mittelpunkt des Grundstücks. Der Neubau bildet dazu einen klar erkennbaren zeitgenössischen Gegenpol – transparent, leicht und eng mit der Landschaft verbunden.
So entsteht am Rosenberg kein bloßes Nebeneinander von Alt und Neu, sondern ein neues Ensemble, in dem Geschichte, Architektur und Natur gemeinsam weiterentwickelt werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen